Hormondiagnostik

Viele Beschwerden, Symptome und Funktionsstörungen können Folge einer hormonellen Dysbalance sein.

Wir führen in diesen Fällen in Zusammenarbeit mit einem kompetenten Labor alle relevanten Hormonuntersuchungen durch.

Das Wort Hormon kommt aus dem Griechischen von horman und bedeutet in Bewegung setzen/aufwecken. Hormone sind dementsprechend Botenstoffe, die für die richtige Funktion von Zellen und Organen sorgen - alle biologischen Prozesse im menschlichen Körper hängen von den Hormonen ab.

Hormone und ihre Funktion

Wir wissen heute: Es ist die genau ausgewogene Balance einer Vielzahl von Botenstoffen, die uns im gesunden Gleichgewicht hält. Dies eröffnet uns beachtliche diagnostische und therapeutische Möglichkeiten. So kann eine behutsame Ergänzung mit natürlichen Substanzen Funktionseinbußen, Mangelzustände und Krankheiten wirksam verhindern und Degenerationsprozesse deutlich verlangsamen.

Die Funktion der Hormone

Zunächst möchten wir die wichtigsten Funktionen im Körper darstellen, an denen Hormone beteiligt sind:

  • Sexualität und Reproduktion: Hormone steuern die Entstehung unserer Libido, die Bildung von Eizellen und Samenzellen, die Befruchtung, die Versorgung des Kindes im Mutterleib, die Regulierung der Geburtsvorgänge und die Entwicklung der Milchdrüsen.
  • Wachstum und Entwicklung: Hormone regulieren den Stoffwechsel von Muskeln, Knochen und Geweben.
  • Allgemeine Gesundheit: Hormone mobilisieren die Abwehrkräfte bei Belastungen wie emotionalen Stress, Durst, Hunger, Hitze, Kälte, Verletzungen und Infektionen.
  • Zellstoffwechsel und Energiegleichgewicht: Hormone sorgen für die optimale Verwertung von Nährstoffen und für die Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen und Zellen. Darüber hinaus regulieren sie das Wasser- und Nährstoffgleichgewicht.

Beschwerdebilder der Frau

Ab der ersten Menstruation gibt es zahlreiche Beschwerden, mit denen Frauen zu kämpfen haben. Auch in unseren aufgeklärten Zeiten nehmen viele Frauen diese Beschwerden als naturgegeben hin, obwohl sich meist Abhilfe oder zumindest eine Linderung schaffen lässt. Wir haben die häufigsten Beschwerden und mögliche Therapieansätze zusammengestellt. Einen ausführlichen Artikel über die Wechseljahrsbeschwerden finden Sie unter dem Punkt Anti-Aging.

Hormone bei der Frau

Wichtige Hormone für die Frau sind die Östrogene, vor allem das Östradiol sowie das Östron. Hinzu kommt das Progesteron (Gelbkörperhormon). Die Östrogene beugen arteriosklerotischen Gefäßveränderungen vor, deshalb erleiden Frauen vor den Wechseljahren selten einen Herzinfarkt. Außerdem haben Sie vorbeugende Effekte bezüglich Morbus Alzheimer und können als starke körpereigene Anti-Aging-Stoffe betrachtet werden.

Beschwerdebilder des Mannes

Gerade in den letzten Jahren ist auch bei Männern das Bewusstsein gestiegen, dass Hormone einen beträchtlichen Einfluss auf den Körper haben. Da sich Männer in ihrer Sexualität häufig einem unnötigen Leistungsdruck aussetzen, fällt es ihnen schwer, über Probleme in diesem Bereich zu sprechen. Informieren Sie sich und kommen Sie Bedarf auf uns zu. Informationen über Burnout und die so genannten Wechseljahre beim Mann finden Sie unter “Anti-Aging-Medizin”

Hormone bei Männern

Bei männlichen Hormonen denken die meisten Menschen unwillkürlich an Testosteron. Es wirken im männlichen Körper jedoch eine Vielzahl von Hormonen zusammen. Die vier wichtigsten sind im Nachfolgenden aufgeführt.

Testosteron

Testosteron ist für die Libido und auch die “Standhaftigkeit” beim Sex zuständig. Darüber hinaus fördert das Hormon die Eiweißsynthese, was wiederum den Muskelaufbau fördert. Testosteron bewirkt zudem den Fettabbau an Bauch und Hüften. Darüber hinaus hat Testosteron viele psychische Wirkungen: Es macht kraftvoll, durchsetzungstark und energisch. Es erleichtert die Signalübermittelung im Hirn und fördert dadurch z.B. räumliches Sehen und wirkt sich insgesamt positiv auf das Denken, Koordination und Gedächtnis aus.

Jeder Mann kann die Bildung von Testosteron im Körper selbst anregen. Wichtig sind regelmäßiges Ausdauertraining und Kraftsport. Der Körper produziert das, was er braucht: Bei Muskeltraining bildet der Körper Hormone, die zur Muskelbildung anregen. Regelmäßiger Alkoholkonsum in größeren Mengen hingegen lässt den Testosteronwert dauerhaft sinken. Als Richtwert gilt: Nicht mehr als 0,2 l Wein pro Tag. Auf der Hand liegt, dass Sex einen großen Einfluss auf die Testosteronbildung hat. Bei regelmäßigem Sex läuft die Testosteronbildung auf Hochtouren.

Östrogene

Auch im männlichen Körper befinden sich Östrogene, wenn auch nur ca. 1/10 der Menge, die im weiblichen Körper vorkommt. Östrogene halten die Knochen stabil und schützen so vor Osteoporose. Darüber hinaus schützen Östrogene die Blutgefäße und können damit einem Infarkt vorbeugen.

Wichtig ist es, den Östrogenspiegel bei Männern mit Übergewicht, Fettleber, (beginnendem) Diabetes und Brustvergrößerung zu Überprüfen.

DHEA

DHEA (Dehydroepiandrosteron) ist ein so genanntes Vorläuferhormon, es kann in Testosteron aber auch in Östrogene umgewandelt werden, je nach dem, was im Körper benötigt wird. Ähnlich wie Testosteron steigert es die Gedächtnisleistung, baut Muskeln auf und lässt Fett bis zu einem gewissen Grad schmelzen. DHEA wird oft als “Jungbrunnenhormon” bezeichnet. Studien haben gezeigt, dass bei einem Mangel an DHEA ein Ausgleich dieses Mangels das Wohlbefinden gesteigert und die Leistungsfähigkeit erhöht werden kann.

Ab dem 30. Lebensjahr fällt die Konzentration an DHEA kontinuierlich ab. Hinweise auf einen niedrigen DHEA-Spiegel können Libidoverlust, Konzentrationstörungen und häufige Infektionen sein.

HGH

Das Wachstumshormon HGH (Human Growth Hormon) wirkt in mancher Hinsicht ähnlich wie Testosteron und DHEA. Es regt das Wachstum der Muskeln an und lässt das Fett verschwinden. Es wird in großem Umfang zur Leistungssteigerung als Doping-Mittel eingesetzt. Zudem sorgt HGH für eine straffe Haut, indem es die Kollagensynthese anregt. HGH hat auch eine positive Auswirkung auf die Stimmung. Wie bei DHEA nimmt die Produktion von HGH mit dem Alter ab. Das Wachstumshormon als Anti-Aging-Maßnahme zu spritzen ist äußerst umstritten und in der überwiegenden Zahl der Fälle nicht ratsam.

Die Spermienproduktion

Die Entwicklung der Spermien im Hoden ist von einer geregelten Hormonproduktion des Mannes abhängig. Wie bei der Frau sind die Hormone LH und FSH, die in der Hirnanhangdrüse gebildet werden, maßgeblich beteiligt. Das Follikelstimulierende Hormon FSH bewirkt die Reifung der Spermien in den Hodenkanälchen, das luteinisierendes Hormon LH bewirkt die Bildung von Testosteron, hat aber auch zusätzlich Einfluss auf die Ausreifung der Spermium. Die Entwicklung des Samenfadens bis zur endgültigen Ausreifung und zum Verlassen des Hodens beträgt 3 Monate. Danach treten die nunmehr funktionsfähigen Spermien in den Nebenhoden ein, wo sie bis zum Samenerguss bleiben. Interessant ist noch zu erwähnen, dass ein gesunder Mann bis zu 100 Millionen Spermien täglich produzieren kann.